LöweAuch wenn das Jahr 1931 als Gründungsdatum unseres kleinen Tierparks angegeben ist, so reicht seine Vorgeschichte weitere zwei Jahrzehnte zurück.

In dem 1906 eröffneten Stadtgarten wurde ein Teich mit Schwänen und Enten besetzt; 1914 ein kleines Gehege mit Rehen, Eichhörnchen und Geflügel eingerichtet. Diese Tierhaltung wurde aber in Folge des Kriegsendes und der Ruhrbesetzung um 1920 wieder aufgegeben.

Ein neuer Versuch an alter Stelle erfolgte ab 1927, als Damhirsche, Wildschweine und einige Kleintiere wie Meerschweinchen und Wellensittiche einzogen.

Welche Überraschung, als der Direktor des Circus Sarrasani bei einem Gastspiel im September 1931 dem erfreuten Publikum verkündete, der Stadt ein schönes Löwenpaar schenken zu wollen! Rasch gründete sich die „Gesellschaft der Stadtgartenfreunde“ und mit vereinten Kräften und viel Unterstützung der lokalen Unternehmerschaft wurde ein Löwenhaus errichtet. Am ersten Weihnachtstag, dem 25. Dezember 1931, konnten die Recklinghäuser dort ihre Löwen „Prinz“ und „Sevilla“ besuchen.

Um diesen Zwinger, der fast acht Jahrzehnte den Tiergarten prägte, entstand in den folgenden 25 Jahren ein richtiger kleiner Zoo. Neben den Löwen, die auch mehrfach für Nachwuchs sorgten, wurden unter anderem Affen, Bären, Seehunde, Hirsche, Trampeltiere und viele Vögel gehalten. Die Aquarienhalle mit ihren vielen Fischen, den Riesenschlagen und Krokodilen wurde als eine der ersten nach dem Kriege in Nordrhein-Westfalen gebaut. Und so besuchten Mitte der 1950er Jahre 150 000 Besucher den „Vestischen Zoo“, der etwa 500 Tiere beherbergte.

Dieser Aufschwung ließ aber auch deutlich werden, dass ein privater Trägerverein nicht in der Lage sein würde, die weitere Modernisierung  des Zoos vorzunehmen. Die Stadt hielt sich ihrerseits zurück, galt es doch, in unmittelbarer Nachbarschaft ein besonderes Prestigeobjekt zu realisieren: das Ruhrfestspielhaus.

Und so kam es 1961 zwar zur Übernahme des Tierparks in städtische Trägerschaft, diese war aber mit einem beständigen Rückbau des Tierparks verbunden. Viele der Großtiere wurden abgegeben, in den ehemaligen Löwenzwinger zogen Affen ein; Anfang des Jahres 2007 wurde das marode Gebäude abgerissen. Auch die zunächst noch gehaltenen Lamas, Zebras und Damhirsche verließen den Park.

Das völlig veraltete Vogelhaus wurde im Jahr 2001 durch eine großzügige Flughalle ersetzt, in der besonders die kleinen Besucher den gefiederten Bewohnern hautnah begegnen können.

Im Jahr 2013 wurde das Nagergehege umgestaltet und ein neues Tierhaus errichtet. Weitere Projekte sind in Planung.

Mit unserem 2011 gegründeten  „Förderverein Tierpark“ wollen wir uns für den Erhalt des Tierparks engagieren.

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